
Das deutsche Centrum für Reisemedizin warnt vor einem "signifikanten Anstieg" von Malaria-Fallzahlen in Gebieten im Norden des afrikanischen Landes seit Anfang November vergangenen Jahres. Bis Ende Februar 2025 seien etwa 14.370 Erkrankungen und 39 Todesfälle für die Endemiegebiete in Nordnamibia gemeldet worden, teilt das CRM mit.
Tipps zum Mückenschutz
Der Reisemediziner Tomas Jelinek spricht davon, dass der Mückenschutz angesichts zunehmender Resistenzen gegen Malariamedikamente wichtiger werde. Diese Tipps sind laut dem wissenschaftlichen Leiter des CRM in Düsseldorf wichtig: Reisende sollten lange Kleidung tragen und unbedeckte Haut mit Insektenschutzmitteln behandeln, um sich vor den dämmerungs- und nachtaktiven Anopheles-Mücken zu schützen. Diese Insekten sind auch als Malaria-Mücken bekannt. In Schlafräumen auf Mückengitter oder Moskitonetze setzen. Wer Kleidung und Moskitonetze mit Insektiziden imprägniert, verstärkt den Schutz.
Beratung über Prophylaxe
Ob eine vorbeugende Malaria-Prophylaxe nötig ist, dazu sollten sich Reisende medizinisch beraten lassen - und zwar mit ausreichend Vorlauf: Manche Mittel müssen laut dem CRM bis zu einer Woche vor der Einreise eingenommen werden, damit der Körper wirksame Blutspiegel aufbaut. Je nachdem, wohin man reist und wie es dort um die medizinische Versorgung bestellt ist, kann es außerdem ratsam sein, Notfallmedikamente für eine gegebenenfalls nötige Selbsttherapie einzupacken.
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